Qualitätsmanagement für Geoinformationen (GeoQM)

Metadaten sind das Etikett

In Geodateninfrastrukturen - egal ob organisationsweit, regional, national oder international - findet die Erfassung, Verarbeitung und Nutzung von Geoinformationen an unterschiedlichen Stellen und durch unterschiedliche Personen statt.

In solchen gegliederten Wertschöpfungsketten stellen die mangelnde Transparenz und Vergleichbarkeit der Datenqualität Nutzungshemmnisse dar, welche eine Wertschöpfung in den Arbeitsprozessen verhindern. Oft werden Daten sogar mehrfach erhoben, weil keine Informationen darüber vorliegen, ob die schon vorhandenen Informationen dem geplanten Einsatzzweck genügen.

Beim Aufbau eines Qualitätsmanagements für Geoinformationen (GeoQM) steht deshalb in einem ersten Schritt die Implementierung eines organisationsweiten Metainformationssystems im Vordergrund, das sich an den Standard DIN/ISO 19115 anlehnen sollte.

Das GeoQM muss darüber hinaus bei allen Beteiligten ein Bewusstsein für die verschiedenen Aspekte von Qualität schaffen und beratend tätig sein. Zu den Aufgaben des QM zählt weiterhin die regelmäßige Datenprüfung. Diese umfasst u.a. die Einhaltung festgelegter Standards und die Prüfung der Übereinstimmung der Daten mit den zugehörigen Metadaten.

Das GeoQM kann sich dabei bewährter Methoden des Qualitätsmanagements nach ISO 9000ff bedienen, wie sie inbesondere in der industriellen Produktion schon mehrere Jahre erfolgreich angewendet werden. Diese Methoden werden im GeoQM speziell auf den Umgang mit Geoinformationen angepasst.

Das GeoQM wird im Geodatenmanagement (GDM) eigenständig verankert und muss fachlich unabhängig und weisungsungebunden agieren können.

 

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